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Die deutsche Luftwaffe

Schon kurz nachdem 1955 die Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde, rief man auch eine Luftwaffenlehrkompanie ins Leben. Diese sollte schon im Jahre 1956 ihre ersten Flugzeuge erhalten und kurz darauf entstand aus ihr die Luftwaffe, die auch heute noch, neben Heer und Marine, eine der drei Teilstreitkräfte der Bundesrepublik Deutschland ist.

Aufgaben- und Einsatzbereich

Als Teil der Bundeswehr ist es Aufgabe der Luftwaffe, zusammen mit den anderen Teilstreitkräften die Souveränität und territoriale Integrität der Bundesrepublik zu verteidigen und den Staat und die Gesellschaft gegen äußere Bedrohungen zu schützen. Praktisch bedeutet dies für die Luftwaffe, dass sie den Luftraum über Deutschland schützt und verteidigt. Sie kommt zum Beispiel dann zum Einsatz, wenn ein Flugzeug entführt wird oder illegal in den Luftraum eindringt. Daneben verfügt sie auch über Truppen, die der Unterstützung von Heer und Marine dienen. In Deutschland kommen diese, außer bei Übungen, zurzeit nicht zum Einsatz, wohl aber bei Auslandseinsätzen und humanitären Hilfeleistungen.

Die Lufttransportverbände der deutschen Luftwaffe werden von den Vereinten Nationen regelmäßig für humanitären Hilfeleistungen und Friedensmissionen eingesetzt. So übernehmen sie zum Beispiel den Transport von Nahrungsmitteln in Krisengebiete oder von UNO-Blauhelmen in Kriegsregionen. Aber auch bei internationalen Militärmissionen, so zum Beispiel in Afghanistan, kommen sowohl die Lufttransportverbände als auch andere Einheiten zum Einsatz.

Dienstbereiche und Stärke

Die Luftwaffe ist in fünf Dienstbereiche - Flugabwehrraketendienst, Geschwader, Objektschutz, Logistik/Nutzung und Führungsdienst - unterteilt. Jedem dieser Dienstbereiche sind wiederum zahlreiche Dienstverbände und Dienststellen zugeteilt. Insgesamt sind rund 28.000 aktive Soldaten bei der Luftwaffe eingeteilt, darunter rund zehn Prozent Frauen.